Montag, 19. März 07

ZDF-Bericht über Haltbarkeit von CDs in der Kritik

Als „einseitig“ und „unverantwortlich“ bezeichnet die DISC GmbH einen Bericht des ZDF im heute journal vom vergangenen Montag (12.03.2007) über die Lebensdauer optischer Speichermedien. Nach Auffassung des Herstellers von Speicherlösungen hätten die Zuschauer gefährliche und inkorrekte Vorschläge für ihre Datensicherung bekommen. Das ZDF hatte über erste Zersetzungserscheinungen bei Audio-CDs aus den 80er Jahren berichtet, die im Deutschen Musikarchiv lagern.

 

Die Lebenserwartung der im Beitrag dargebotenen CDs habe immerhin bei 20 Jahren statt bei den vom Hersteller prognostizierten 10 Jahren gelegen, entgegnet die DISC GmbH in einer Pressemeldung. Heutige optische Speicher wie die BD-Medien hätten bereits eine Haltbarkeit von 50 Jahren und würden voraussichtlich mindestens doppelt so lange halten. Die Medienhersteller hätten aus den Problemen mit den ersten CDs gelernt und setzten heute weitaus zuverlässigere Materialien ein, betont das Unternehmen.

 

Außerdem sei gerade die CD ein Beispiel für beste Archiv-Kompatibilität. Selbst neueste Blu-ray- oder HD-DVD-Laufwerke seien ohne weiteres in der Lage, CDs zu lesen. Für den Nutzer bedeute die weite Verbreitung der Technologie gleichzeitig eine Garantie, auch mit den nächsten Generationen von Laufwerken noch eine Abwärtskompatibilität zu den Uralt-Medien zu erhalten. Keine Festplatten- oder gar Magnetband-Technologie habe es jemals auf eine vergleichbare Langzeit-Kompatibilität gebracht. Festplatten hätten selbst unter besten Bedingungen eine maximale Lebenserwartung von 5 Jahren, Magnetbänder neuester Technologie erreichten möglicherweise 10 Jahre – vorausgesetzt sie würden mit großem Aufwand gut gepflegt.

 

DISC bezeichnet die Empfehlung, Festplatten als Langzeitspeicher zu nutzen, auch aus Kostengründen als „unsinnig“. Im Gegensatz zur Datenablage auf 50 Jahre überdauernden BD-Medien müsste der Speicherplatz auf einer Festplatte im gleichen Zeitraum mindestens zwölf Mal erneuert werden. Jede Speichererneuerung bedeute eine Migration der Daten mit entsprechendem Aufwand. Hinzu komme, dass sich Festplatten ständig drehten, Strom verbrauchten und Wärme produzierten.

 

Eine Lanze für die CD und die DVD als Datenspeicher bricht auch Reiner Kafitz, Geschäftsführer der KMS Medienservice GmbH: „In den Bereichen Werbung, Vertrieb, Schulung, Präsentation und Dokumentation, in denen Millionen von CDs und DVDs zum Einsatz kommen, werden Daten ohnehin meist spätestens nach einem Jahr aktualisiert. Für unsere Kunden ist die Lebensdauer von CDs und DVDs daher fast nie ein Thema und kein Problem.“

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