Freitag, 25. August 06

Videospiele verdrängen PC-Spiele

Im Rahmen der GamesConvention 2006, Europas führender Messe für interaktive Unterhaltung, Info- und Edutainment, hat der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) e.V. Markdaten für das 1. Halbjahr 2006 veröffentlicht.

 

Demnach hat sich der Unterhaltungssoftwaremarkt im ersten Halbjahr 2006 trotz der Fußballweltmeisterschaft und hochsommerlicher Temperaturen positiv entwickelt. Der Umsatz mit Computer- und Videospielen stieg im ersten Halbjahr um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurde mit Computer- und Videospielen ein Umsatz von 469 Mio. Euro gegenüber 466 Mio. Euro im Vorjahr erwirtschaftet.

 

Die Videospiele erwiesen sich wieder als Wachstumsmotor und konnten ein Umsatzplus von 8 Prozent auf 250 Mio. Euro verzeichnen. Der PC-Spielemarkt gab dagegen um knapp 7 Prozent auf 219 Mio. Euro nach. Diese Entwicklung sei deshalb bemerkenswert, so der Verband, weil der Videospielmarkt trotz des laufenden Generationswechsels sehr gute Wachstumsraten erzielen konnte. Normalerweise würden sich die Softwareumsätze bei einem Generationswechsel im Videospielbereich sehr verhalten entwickeln. Grund für die positive Entwicklung sei der Erfolg der neuen mobilen Konsolen von Nintendo und Sony, die zu einer spürbaren Belebung des Softwareabsatzes geführt hätten. Das Marktvolumen für Handheldsoftware hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 77 Mio. Euro mehr als verdoppelt.

 

Unter Berücksichtigung des Edu-/Infotainmentsoftwaremarktes ist das Gesamtvolumen um 4 Prozent auf 579 Mio. Euro zurückgegangen. Dabei hat der Umsatz im Bereich der Edu-/Infotainmentsoftware um 19 Prozent auf 110 Mio. Euro nachgegeben.

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