USB-Sticks und Memory Cards: Sinkende Preise bei steigernder Speicherkapazität sorgen für Nachfragewachstum
Nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Frankfurt, wurden im Jahr 2006 15,25 Millionen Speicherkarten in Deutschland verkauft - fast 20 Prozent mehr als in den 12 Monaten zuvor. Für 2007 prognostiziert die gfu sogar über 17,5 Millionen verkaufte Flash-Karten, was einem weiteren Wachstum von etwa 15 Prozent entspricht. Die Verkäufe von USB-Sticks beziffert die gfu mit 5 Millionen im Jahr 2006, das sind über 56 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Für 2007 erwartet die gfu eine weitere Steigerung um 20 Prozent auf 6 Millionen Stück.
Flash-Speicher sind heute in vielen verschiedenen Bauformen zu haben, zum Beispiel als Chipkarten in den beliebten Formaten SD Card, Multimedia Card, Memory Stick oder Compact Flash Card. Einige dieser Karten gibt es auch als spezielle, auf die Dimensionen von Mobiltelefonen und Kameras zugeschnittene Mini-Varianten. USB-Sticks, die sich längst zum wichtigsten, universellen Austauschmedium zwischen unterschiedlichsten Gerätearten der Consumer Electronics entwickelt haben, gehören ebenfalls zur Gattung der Flash-Speicher.
Speicherkapazität verdoppelt sich alle zwei Jahre
Tatsächlich verdoppelt sich die Speicherkapazität von Chipkarten und USB-Sticks in Intervallen von etwa zwei Jahren. Gleichzeitig sinken die Preise dieser Medien: Im Jahr 2006 zahlten die Kunden in Deutschland durchschnittlich 25 Euro für einen USB-Stick, rund 25 Prozent weniger als im Jahr 2005. In der Sparte Memory-Karten sank der Durchschnittpreis auf etwa 31 Euro - um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (beide Preise jeweils bei steigender Speicherkapazität).
Die höchsten Speicherkapazitäten von Memory-Karten liegen derzeit bei 8 Gigabyte. Dieses gewaltige Speichervolumen reicht für 8.000 Digitalfotos in mittlerer Auflösung, für 2.500 MP3-Songs, für zwei Spielfilme in guter Fernsehqualität oder für 16 Spielfilme, die für mobile Multimedia-Player kodiert wurden. USB-Sticks sind bereits mit 16 Gigabyte zu haben, Tendenz weiter steigend.
Flash-Speicher auch für HD-Videos
Parallel zur Speicherkapazität wächst auch die Bedeutung der Schreib- und Lesegeschwindigkeit moderner Flash-Medien. Das derzeit höchste Lesetempo liegt bei etwa 45 Megabit je Sekunde; damit lassen sich sogar Digitalvideos in High-Definition-Auflösung direkt von der Speicherkarte abspielen - ganz ohne Ruckeln oder unliebsame Unterbrechungen.
Solche Qualitäten erweitern die Einsatzfelder von Flash-Speichern kontinuierlich. Schon vor Jahren kamen erste Camcorder auf den Markt, die erstmals mit Speicherkarten filmten. Jetzt gibt es sogar erste High-Definition-Videokameras, die ausschließlich mit Flash-Karten aufnehmen - also ganz ohne Speicher mit mechanischen Komponenten auskommen. Immer mehr Autoradio- und DVD-Recordermodelle sind mit USB-Anschlüssen ausgerüstet, über die sie Musikarchive oder Fotosammlungen direkt von einem USB-Stick abspielen können.
