Mittwoch, 26. März 08

USB-Sticks: immer besser, billiger und beliebter

 Foto: KMS Medienservice

Eine Umfrage im deutschen Einzelhandel hat ergeben: USB-Sticks – auch „Memorysticks“ genannt – zählten im vergangenen Jahr zu den Top-Trendprodukten – noch vor dem iPhone. Sie sind nicht nur handlich, schick und einfach zu bedienen, sondern haben auch eine ganze Reihe technischer Vorzüge. Ein Hauptvorteil: Die Sticks kommen wegen der verwendeten Flash-Speichertechnologie ohne bewegliche Teile aus – sind also resistent gegen Erschütterungen und benötigen auch keine permanente Stromversorgung. Die kleine Baufom und die hohe Datendichte (gemessen in Gigabyte pro Kubikzentimeter) machen sie zudem sehr leicht, also ideal für den mobilen Transport von Daten jeglicher Art. Auch im Betriebszustand haben die USB-Sticks einen sehr geringen Energieverbrauch, entwickeln kaum Wärme und arbeiten geräuschlos.

 

Die USB-Schnittstelle – der Name steht für „Universal Serial Bus“ – ermöglicht den Anschluss an so ziemlich jeden PC und Laptop, der in den letzten Jahren produziert wurde – und das bei laufendem Betrieb. Die neueren Windows-Versionen erkennen USB-Sticks per Plug&Play beim Einstecken automatisch. Vor dem Herausziehen aus einem Computer sollten sie jedoch „deaktiviert“ werden, weil es sonst leicht zu Abstürzen und Datenverlusten kommen kann.

 

Als Werbemittel werden die USB-Sticks gerne eingesetzt und angenommen, zum Beispiel als Give Away für Messe- oder Kongressbesucher mit schreibgeschützten Unternehmensinfos oder Web-Links. Sie sind in vielen Formen und Farben erhältlich. Auf die Oberfläche können Firmenname und Werbebotschaften aufgedruckt oder eingraviert werden. Dies erledigen am besten spezialisierte Mediendienstleister, die auch die Qualität der Datenträger besser gewährleisten können als reine Werbeartikel-Händler.

 

Auch Platzprobleme gibt es kaum noch: Die verfügbare Kapazität verdoppelt sich alle paar Monate. Derzeit sind bereits Sticks mit einem Speichervolumen von 32 GB erhältlich. Für reine Archivierungszwecke sind USB-Sticks aber noch etwas teuer, auch wenn sie immer „größer“ und im Schnitt billiger werden. Mit dem neueren Standard USB 2.0 lassen sich Lesegeschwindigkeiten von bis zu 30 MB pro Sekunde und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 25 MB pro Sekunde erreichen. Das erscheint zunächst deutlich langsamer als bei modernen Festplatten, dafür entfallen aber die Latenzzeiten für die Kopfpositionierung und das Drehen der Festplatte bis zum richtigen Sektor.

 

Dass USB-Sticks immer begehrter und beliebter sind, zeigen auch die Verkaufszahlen. Der Absatz von USB-Sticks stieg nach Angaben der  Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) im vergangenen Jahr um fast 64 Prozent auf rund 8,2 Millionen Einheiten. Der Durchschnittspreis sank um 28 Prozent auf 18,35 Euro.

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