Donnerstag, 19. Januar 06

Studie: Legale Musik-Downloads nehmen zu und konkurrieren mit CDs

Innerhalb von zwei Jahren ist die Anzahl der Songs, die aus dem Internet heruntergeladen werden, weltweit um das Zwanzigfache gestiegen, berichtet der "Digital Music Report 2006", der heute von der Internationalen Vereinigung der Phonoindustrie (IFPI) in London vorgestellt wurde. Demnach wurden im Jahr 2005 rund 420 Millionen Downloads aus legalen Internetangeboten gezählt. Die Zahl der weltweit angebotenen Songs sei auf insgesamt 2 Millionen gestiegen. Deutschland sei mit einer Verdreifachung der Downloads innerhalb eines Jahres auf 21 Millionen nach Großbritannien Europas zweitgrößter Markt. Insgesamt hätten in Europa bisher aber erst sechs Prozent der Internet-Nutzer schon einmal einen Musiktitel online eingekauft.

 

Der neue, digitale Absatzkanal bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Nachfrage nach Musik-CDs. Der Studie zufolge kauften 35 Prozent der Nutzer von Tauschbörsen weniger CDs als vorher, bei den Online-Käufern seien es 25 Prozent. Dennoch: Mehr als ein Drittel gibt an, dass sie Musik auf CDs mehr wertschätzen würden als Downloads über das Netz.

 

Es sei unklar, so die Autoren, inwieweit künftig CD-Käufe durch Downloads ersetzt würden. Aber Untersuchungen deuteten darauf hin, dass das nicht von heute auf morgen passieren würde.

 

 

PDF-Download "Digital Music Report 2006" (24 S., engl., 1,6 MB) 

 

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