Studie: CD-Hörer überdurchschnittlich modern und wertorientiert
Eine hohe Affinität der Nutzer von Tonträgern zu modernen Wertorientierungen stellt die ARD/ZDF-Langzeitstudie "Massenkommunikation 2005" fest. 90 Prozent der "Modernen Performer" und der "Experimentalisten" hören sich demnach in ihrer Freizeit einmal im Monat oder häufiger eine CD an. Im Bevölkerungs-Durchschnitt sind es 82 Prozent, in einigen „Milieus“ sogar nur 69 Prozent.
Unter "Moderne Performer" versteht die Studie die junge, unkonventionelle Leistungselite gekennzeichnet durch intensives Leben – beruflich und privat, Flexibilität und Multimedia-Begeisterung. Zu den "Experimentalisten" zählen die Forscher die extrem individualistische Lifestyle-Avantgarde.
Auch die Nutzung von Video und DVD spricht mit 77 Prozent überproportional die Modernen Performer und die Experimentalisten an, gefolgt mit 71 Prozent von den Hedonisten (= "spaßorientierte moderne Unterschicht"). Im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung liegt der Wert bei lediglich 58 Prozent.
Mit 45 Minuten pro Tag liegt das Hören von CD, MC, LP und MP3 bei der Mediennutzung auf Rang 3 hinter Radio und Fernsehen - knapp vor dem Internet und der Tageszeitung. Video bzw. DVD wird durchschnittlich nur fünf Minuten am Tag geschaut, das entspricht einem Prozent des Medienzeitbudgets.
Im Rahmen der Studie "Massenkommunikation 2005" wurden insgesamt 4.500 Privatpersonen ab 14 Jahren befragt. Mit der Studie 2005 sei es erstmals möglich, Lebenswelten ("Sinus Milieus") mit Mediennutzung und –bewertung in Beziehung zu setzen, so die Autoren.
