Mittwoch, 26. August 09

Sicherheitsrisiken beim Schreddern von Festplatten

Bei unsachgemäßer Entsorgung sind alte und defekte Festplatten ein Risiko für die Datensicherheit. Doch aktuelle Empfehlungen für die Vernichtung von Datenträgern sind nicht an technische Entwicklungen angepasst.

Degausser - magnetische Löschgeräte - minimieren die Gefahr des Datenmissbrauchs. Ihr Einsatz ist schon für kleinere Unternehmen praktikabel, denn
sensible Daten müssen über die Lebensdauer des Datenträgers hinaus geschützt werden. Doch viele Behörden und Unternehmen vertrauen bei der Entsorgung auf Verfahren, die dem Stand der Technik nicht entsprechen. So birgt selbst das Schreddern von Festplatten die Gefahr des Datenmissbrauchs. Nicht nur die Logistik - Zwischenlagerung, Transportwege - ist dabei ein Risiko. Heute können bereits von 0,5 mm großen Festplatten-Fragmenten sinnvolle Daten rekonstruiert werden.

Aktuelle Degausser haben Leistungsreserven für die nächsten Jahre. Da die meisten Modelle mit Permanentmagneten arbeiten, ist kein besonders gesicherter Stromanschluss notwenig. Sie überhitzen nicht, können überall aufgestellt werden, Bedienungsfehler sind ausgeschlossen. Separate Prüfgeräte - Fieldchecker - bieten zusätzliche Sicherheit: damit kann man jederzeit überprüfen, ob ein Degausser korrekt arbeitet. Degaussen funktioniert selbst bei funktionsuntüchtigen Datenträgern. Es ist die einzige Möglichkeit, die Daten defekter Festplatten sicher zu löschen. In den USA ist Degaussen bereits für die Vernichtung von Daten mit Geheimschutz vorgeschrieben, Schreddern oder Datenlöschung per Software untersagt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es derzeit keine entsprechende Regelung.

pte

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