Donnerstag, 23. Juli 09

Printmedien bleiben auf stabilem Kurs

Die Reichweiten von Zeitungen und Zeitschriften bleiben in Deutschland trotz Krise weiterhin relativ stabil. Wie aus den aktuellen Erhebungen der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma) hervorgeht, ist die Zeitschriftennutzung im Vergleich zum vorhergehenden Erfassungszeitraum im Durchschnitt von 3,71 auf 3,79 Titel pro Person leicht gestiegen. Schon zuvor hatte sich der Trend einer stabilen Entwicklung abgezeichnet, obwohl aufgrund der Wirtschaftskrise die verkaufenden Auflagen durchschnittlich leicht zurückgehen.

 

"Die konstante Leistung und die Berechenbarkeit des Werbeträgers Zeitschrift wird durch die aktuelle 'ma 2009 Pressemedien II' neuerlich unter Beweis gestellt", sagt Michael Walter, Vorstand Zeitschriften der ag.ma. Der positive Trend bei den Zeitschriftenreichweiten lasse sich auf eine tendenziell zunehmende Weitergabe der Hefte zurückführen. "Die Preiserhöhungen der vergangenen Jahre bleiben im Einzelfall aber nicht ohne Reaktion auf die Auflagenentwicklung", erläutert Walter. Die Zeitschriften würden jedoch Mitleser gewinnen. "Die generelle Reichweite der Zeitschriften wäre eine gute Basis für ein stabiles Anzeigengeschäft 2009. Allerdings ist zu befürchten, dass die allgemeine wirtschaftliche Krise dies überlagern wird", so Walter. Grundsätzlich gelte, dass gut gepflegte Marken sich auch in schwierigen Märkten konstant hielten.

 

Die Reichweiten der Tageszeitungen entwickelten sich etwas weniger zufriedenstellend. Derzeit lesen 46,3 Mio. Deutsche täglich Zeitung. Die Gesamtreichweite aller Titel liegt aktuell bei 71,4 Prozent (Personen ab 14 Jahre). Im Vergleich zu den Daten von Juli 2008 bedeutet dies ein leichtes Minus, damals lag die Gesamtreichweite bei 72,4 Prozent. Weiterhin ist die Nutzung in Westdeutschland mit 72,5 Prozent Reichweite deutlich höher als in Ostdeutschland mit nur 67 Prozent.

 

Blickt man bei den Zeitschriften genauer auf die einzelnen Themengruppen, so gab es im Bereich Wirtschaftstitel die größten Reichweitenveränderungen. Das Segment legte um stolze zehn Prozent zu. Monatliche Frauenzeitschriften weisen mit neun Prozent ebenfalls ein kräftiges Plus auf. In Hinblick auf die unterschiedlichen Zielgruppen, gab es bei im Bereich leitender Angestellter und Beamter mit 15 Prozent den stärksten Reichweitengewinn. Bei Personen mit Studium zeigt sich ein Plus von acht Prozent und in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen ein Plus von sechs Prozent.

 

pte

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