Dienstag, 23. Mai 06

Positiver Trend: weniger Software-Raubkopien in Deutschland

München – Einer aktuellen Studie der Business Software Alliance (BSA) zufolge ist zum ersten Mal seit 1994 der Schaden durch Softwarepiraterie in Deutschland zurückgegangen. Demnach sank der Anteil von Raubkopien von 29 auf 27 Prozent, der Wert der illegalen Software ging um 300 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro zurück. Damit liege Deutschland weltweit auf dem fünften Rang in der Liga der "Musterknaben" mit der niedrigsten Piraterierate.

 

"Die positive Entwicklung in Deutschland ist unserer Ansicht nach vor allem auf zwei Ursachen zurück zu führen. Zum einen blieb die Zahl neuer PCs 2005 unter dem internationalen Durchschnitt, während die Nachfrage nach Software im gleichen Maße anstieg wie anderswo. Auf der anderen Seite erkennen wir aber auch, dass die konsequente Arbeit der Strafverfolgungsbehörden, der BSA und ihrer Mitglieder Früchte trägt", erklärt Georg Herrnleben, Director der Business Software Alliance für Zentraleuropa. "Das ist vor allem ein erfreuliches Zeichen für die deutsche Wirtschaft: Eine Studie der IDC vom Dezember 2005 zeigt, dass eine Senkung der Piraterierate um 10 Prozent bis 2009 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze erschaffen und ein Wachstum der deutschen IT-Branche auf 71,6 Milliarden. Euro ermöglichen würde."

 

EU-weit sei die Piraterierate leicht auf 36 Prozent angestiegen, der Schaden für die Softwarehersteller sei mit 9,68 Milliarden Euro beinahe konstant geblieben. Der weltweite Anteil von Raubkopien stagniere bei 35 Prozent, während der Umsatzausfall um 1,6 Milliarden auf 34,3 Milliarden US-Dollar gestiegen sei.

 

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