Magazin testet Blu-ray und HD DVD
Gleich zwei konkurrierende Formate wollen die DVD abzulösen. Während Blu-ray sich in den ersten Tests als verlässlicher Datenspeicher zeigt, überzeugt HD DVD bei der Wiedergabe hoch aufgelösten Filmmaterials, schreibt das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 15/06.
Nach dem Frühstart der HD DVD hat nun auch die Blu-ray Disc den Weg zur Marktreife gefunden. Während HD DVD vorerst nur in Form vorbespielter Film-Discs und Abspielgeräte in den Handel kam, startet Blu-ray vom ersten Tag an mit Brennern und Rohlingen. Die Discs bieten bis zu fünfmal so viel Speicherplatz wie DVDs und sind somit geeignet, auch hochaufgelöstes Filmmaterial zu speichern.
Während erste HD DVD-Filme überzeugen, ist c't-Redakteur Hartmut Gieselmann von der Konkurrenz enttäuscht: "Bei den Musikern im Film ,House of Flying Daggers' verschwimmen bereits in der zweiten Reihe die Konturen. Was da auf dem Fernseher erscheint, ist blass und weichgezeichnet."
Positiv fällt auf, dass Blu-ray-Discs resistent gegen Alterungserscheinungen sind. Einen Test in der Klimakammer haben sie mit Bravour bestanden, womit sie sich besser für die Speicherung von Computerdaten eignen als herkömmliche DVDs. Doch beim Preis können die Blu-ray-Rohlinge mit den DVDs noch nicht mithalten. Sie kosten derzeit zwischen 14 Euro und 22 Euro pro Stück.
Einer der Gründe, warum die DVD-Nachfolger erst jetzt auf den Markt kommen, ist die langwierige Entwicklung des Kopierschutzes. Speziell die Filmindustrie hat sich dafür eingesetzt, dass die Technik eine lückenlose Kopierschutzkette bildet. Das bedeutet unter anderem, dass angeschlossene Monitore und Fernsehgeräte das HD Ready-Logo tragen müssen, damit das Bild nicht schwarz bleibt.

