Magazin: Bei Datenarchivierung kommt es auf den Rohling an
Wer Daten auch noch für seine Enkel archivieren will, der speichert diese am besten auf DVD oder einer externen Festplatte. Dies empfiehlt das Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe (16/08). Ein falscher DVD-Rohling verursache aber schon nach wenigen Monaten ärgerlichen Datenverlust. Generell solle man nach drei Jahren die Daten überprüfen und gegebenenfalls auf ein neues Medium speichern, schreibt das Magazin.
Billige Discounter-DVDs würden sich jedoch nicht zur langfristigen Archivierung von Daten eignen. Auf hochwertige Produkte sei aber auch nicht immer Verlass, hat das Magazin festgestellt. "Das pauschale Versprechen einiger Hersteller, ihre Rohlinge würden Daten 100 Jahre lang einwandfrei speichern, ist unseriös", meint c't-Redakteur Hartmut Gieselmann. "In unserem Test haben gerade diese DVDs hohe Fehlerraten produziert.“
Nach Aussagen der Tester reicht es im Normalfall aus, die Daten auf einer sorgfältig ausgewählten DVD alle drei bis fünf Jahre zu überprüfen. Für eine Rohlingssorte mit Silber-Gold-Beschichtung erwartet c't aufgrund der Testergebnisse eine Haltbarkeit von mindestens 18 Jahren.
Richtig lagern und langsam brennen
Nicht nur die Auswahl der Rohlingssorte will gut überlegt sein, auch die Lagerung der beschriebenen DVDs sollte mit Sorgfalt geschehen, so c't: trocken, kühl und dunkel, aber nicht im Kühlschrank oder gar einer Gefriertruhe. Wer beim Brennen Geduld zeige und eine langsame Geschwindigkeit, etwa 4fach bis 8fach, wählen würde, verringere die Gefahr von Schreibfehlern. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme sei eine Begrenzung auf 4 Gigabyte pro Rohling. "Dann bleibt der äußere Rand der Scheibe frei", so c't-Experte Hartmut Gieselmann. "Dieser Bereich altert manchmal schneller als der Rest einer DVD."
