Intel: "Investitionen in Technologien zahlen sich aus"
"Trotz der Wirtschaftskrise haben wir in den letzten beiden Jahren in die Weiterentwicklung von Produkten und in Herstellungstechnologien investiert. Damit können wir günstiger und schneller produzieren. Diese Strategie hat sich ausgezahlt", erläutert Intel-Deutschland-Chef Hannes Schwaderer die Zahlen für das erste Quartal 2010. Wie Intel bekannt gab, vervierfachte sich der Nettogewinn im Jahresvergleich auf 2,44 Mrd. Dollar. Der Umsatz stieg um 44 Prozent auf 10,3 Mrd. Dollar.
Obwohl die gesamte Halbleiterindustrie in den vergangenen beiden Geschäftsjahren schwer unter der zurückhaltenden Investitionstätigkeit vieler Unternehmen zu leiden hatte, scheinen die Kalifornier von der Krise unbeeindruckt. Aufgrund der Verwendung von Chips in vielen Geräten des täglichen Bedarfs gilt der Branchenprimus daher als Gradmesser für die gesamte Wirtschaft. So kletterte der Kurs der Intel-Aktie nachbörslich um mehr als drei Prozent. "Das Internet wird mobil. Daran muss sich die Prozessor-Architektur orientieren", sagt Schwaderer.
Das beste Quartal in der Unternehmensgeschichte Intels ist nicht zuletzt auf den Umsatz mit der PC Client Group zurückzuführen. Dieser war im Vergleich zum Vorquartal stabil. Mit Mobilprozessoren wurde hingegen ein Rekordumsatz erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorquartal musste Intel beim Verkauf von Atom-Prozessoren und -Chipsätzen aber einen Rückgang um 19 Prozent auf 355 Mio. Dollar verkraften. Dennoch konnte man auf Dollar-Basis höhere Verkaufspreise erzielen.
Schneller, kleiner und sparsamer
"Die Nachfrage ist wieder deutlich stärker als in den Hochzeiten der Krise. Trotzdem sollte erwähnt werden, dass Firmenkunden auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in unternehmenskritische Bereiche wie Server- oder Netzwerkstrukturen investiert haben", so Schwaderer. Hierbei lasse sich auch der Trend zu platzsparenden, leistungsstärkeren und energiesparsameren Systemen feststellen. Um die Produkte in diese Richtung zu gestalten, hat Intel in Q1 rund 3,1 Mrd. Dollar in F&E-Programme investiert.
Mit Blick auf die Geschäftserwartungen für das zweite Quartal 2010 zeigt sich der Chipriese ambitioniert. Für die kommenden drei Monate rechnen die Amerikaner mit einem Umsatz in der Höhe von 10,2 Mrd. Dollar (plus oder minus 400 Mio. Dollar). Die Bruttogewinnmarge soll etwa 64 Prozent betragen. In den F&E-Bereich will man im laufenden zweiten Quartal 3,1 Mrd. Dollar investieren. Auch prognostiziert der Großkonzern im zweiten Quartal keine Gewinne oder Verluste aus Kapitalbeteiligungen sowie Zinsen und anderen Posten.
pte
