Mittwoch, 30. April 08

Immer mehr externe Festplatten werden zur Datenfalle

Externe Festplatten sind als Datenspeicher zwar beliebt, haben aber auch ihre Tücken. Die Tischgeräte haben eine für den User überraschend hohe Störanfälligkeit, warnt die Datenrettungs-Firma Attingo. Im 1. Quartal 2008 habe sich die Anzahl der defekten Harddisks in den Labors des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifacht.

 

Zwei Gründe seien für den Datenverlust bei externen Platten hauptverantwortlich. In der Mehrzahl der Fälle überhitzten die externen Festplatten, da sie im Unterschied zu fest in einem PC installierten Geräten in der Mehrzahl über keine Kühlungsmöglichkeit verfügen. Zudem stehen die Platten oft nach dem Einschalten stundenlang im Dauerbetrieb, was leicht zu einer Überhitzung führt. Oft sind die Platten auch falsch mit dem Netzgerät verbunden. Sehr häufig sind aber auch Schäden, die beim Tragen der Platten oder bei Stürzen passieren. Immer wieder tritt auch der Fall auf, dass freiliegende Kabel zur Stolperfalle werden, und die Platten nach dem unvermeidlichen Sturz vom Tisch defekt sind.

 

"Den Usern ist oft nicht bewusst, dass gerade mobile Platten bei Dauerbenutzung sehr störanfällig sein können. Oft werden die Geräte als Backup-Lösung gekauft, dann aber nicht mehr als solche verwendet", weiß Nicolas Ehrschwender von Attingo. Vielmehr speichern die User Filme, Musik oder auch Unternehmensdaten sogar ausschließlich auf diesen Platten. Daten also, die im Fall von Datenverlust ohne professionelle Hilfe verloren wären.

 

Attingo empfiehlt daher folgende Verhaltensregeln im Umgang mit externen Festplatten:

 

1) Externe Platten niemals als einziges Backup-Medium verwenden.

2) Externe Platten nicht ungesichert in Rucksäcken oder Taschen transportieren.

3) Die Geräte niemals eingeschaltet lassen, wenn sie nicht benutzt werden.

4) Keinen Standort an sturzgefährdeten Stellen wählen. Vorsicht bei Kabeln - Stolpergefahr!

5) Festplatten niemals bewegen, wenn sie benutzt werden.

6) Wenden Sie sich im Fall von Datenverlust gleich an Spezialisten. In 90 Prozent der Fälle können verlorene Daten wiederhergestellt werden.

 

Alternative: USB-Sticks

 

Für den kleinen bis mittleren Speicherbedarf entwickeln sich USB-Sticks immer mehr zu einer ernsthaften Backup-Alternative. „Die Sticks kommen wegen der verwendeten Flash-Speichertechnologie ohne bewegliche Teile aus – sind also resistent gegen Erschütterungen und benötigen auch keine permanente Stromversorgung“, erklärt Reiner Kafitz, Geschäftsführer von KMS Medienservice die Vorzüge. Zudem seien sie wegen der kleinen Baufom und ihrer hohe Datendichte sehr leicht und damit ideal für den mobilen Transport von Daten jeder Art.

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