Donnerstag, 11. Oktober 07

Hörbuchmarkt wächst schwächer

Für das Jahr 2007 rechnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bei Hörbüchern mit einer moderaten Umsatzsteigerung. Im ersten Halbjahr belief sich das Plus laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf acht Prozent. Im vergangenen Jahr wurden mit Hörbüchern rund 160 Millionen Euro umgesetzt. Knapp die Hälfte aller Hörbücher wird in Buchhandlungen gekauft, die andere Hälfte verteilt sich auf Warenhäuser, Supermärkte, Downloads, den klassischen Versandhandel und den Versand über das Internet.

 

Hörbuch-Hörer besonders offen für neue Technologien

 

„Download-Portale sind der einzige wirklich überzeugend wachsende Verkaufskanal für Hörbücher“, sagt Christine Härle vom Hörbuchlabel Eichborn Lido, „auch wenn derzeit nur etwa fünf Prozent der Hörbücher als Download gekauft werden.“ 2006 stieg der Umsatz mit Hörbuchdownloads um rund 180 Prozent auf knapp 6 Millionen Euro, in der ersten Jahreshälfte 2007 stieg er immerhin noch um gut 30 Prozent. Das hängt eng zusammen mit der Einstellung der Käufer. „Den typischen Hörbuchhörer gibt es nicht, aber eines verbindet die meisten Nutzer von Hörbüchern: Sie sind sehr offen für moderne Technologien“, so Härle. 82 Prozent aller Hörbuchkäufer haben zu Hause einen Computer, bei den Buchkäufern sind es nur 75 Prozent; Zugang zum Internet haben 83 Prozent der Hörbuchnutzer und 73 Prozent der Buchkäufer. Zudem reagierten die Hörbuchnutzer besonders stark auf Prominenz im Fernsehen und anderen Medien. „Wenn ein bekannter Entertainer oder Schauspieler ein Hörbuch produziert, dann schlägt sich das direkt im Hörbuchmarkt nieder“, so Härle.

 

Durchschnittspreis gesunken

 

Die steilen Wachstumskurven der vergangenen Jahre im Hörbuchbereich flachen aber ab. „Es wurden 2007 zwar mehr Hörbücher gekauft, allerdings ist der durchschnittliche Preis für ein Hörbuch im Vergleich zum Vorjahr gesunken“, so Theresia Singer vom Arbeitskreis Hörbuchverlage. Der Durchschnittspreis lag im ersten Halbjahr 2007 bei 13,60 Euro, im Jahr davor lag er noch bei 15,44 Euro. Das entspricht einem Minus von 12 Prozent.

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