GVU-Jahresbericht 2005: Dominanz von Raubkopien auf physikalischen Datenträgern
Mit 2.549 neu eingeleiteten Verfahren im vergangenen Jahr sank die Zahl der durch die – in ihrer Arbeitsweise nicht unumstrittenen - Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) aufgedeckten Verstöße um 2,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2004. In 2.170 Fällen wurden Strafverfahren eingeleitet, in den übrigen 379 Fällen wurden auf zivilrechtlichem Wege Klagen eingereicht, schreibt die GVU in ihrem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht 2005.
Rund 40 Prozent der Strafverfahren hatten einen Bezug zum Internet (Angebote von illegalen Kopien auf Datenträgern in Internet-Auktionen oder Angebote von illegalen Downloads), 60 Prozent der Verfahren waren "offline". Insgesamt handelte es sich bei 83 Prozent aller Verfahren um solche, in denen urheberrechtlich geschützte Werke – also Filme, Musik und Software - auf physikalischen Datenträgern angeboten wurden.
Stark angestiegen sind die durch die GVU aufgedeckten Verkäufe illegaler Kopien über Internet-Auktionshäuser, insbesondere bei Ebay. Nach Aufforderung der GVU wurden im vergangenen Jahr 1.641 Angebote bei Ebay im Wege der so genannten VERI-Löschung vom Netz genommen (2004: 286) und 463 Strafanträge gestellt (2004: 135).
Im Rahmen der Ermittlungsverfahren wurden durch die Strafverfolgungsbehörden mehr als 500.000 mit illegalen Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken bespielte Datenträger sichergestellt. Dabei handelte sich zu fast zwei Dritteln um Filmkopien.
Die GVU mit Sitz in Hamburg wird von den Unternehmen und Verbänden der Film- und Unterhaltungssoftware-Wirtschaft getragen. (spe/mid)
Zum Jahresbericht 2005 der GVU: hier

