Fünf Fehler, die bei der Realisierung von CD-/DVD-Projekten vermieden werden sollten
CDs oder auch DVDs brennen kann heutzutage fast jeder; doch das alleine reicht für professionelle Wirkung und einwandfreies Funktionieren nicht aus. Folgende Fehler sollte man vermeiden:
1. Verletzung von Urheberrechten
Die Digitalisierung macht es möglich: Texte, Bilder und Musik sind schnell kopiert, in eine Multimedia-Präsentation auf CD-ROM eingebaut und vervielfältigt – nicht immer legal. Das kann im Nachhinein teuer werden. Bei der Verwendung fremder Daten, wie zum Beispiel eines Musiktitels zur Unterlegung einer Produktpräsentation, muss das Nutzungsrecht beim Urheber, Verlag oder sonstigen Rechteinhabern eingeholt und schriftlich dokumentiert werden. Das Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung erteilt die GEMA für GEMA-geschützte Musikwerke. Dazu muss vor der Vervielfältigung des Datenträgers ein Lizenzantrag gestellt werden.
2. Fehlende Benutzerführung
Jeder hat sich beim Start einer CD-ROM schon einmal ratlos einer unübersichtlichen Vielzahl von Dateien und Dateiordnern gegenüber gesehen. Datenträger sollten ihr „interaktives Potenzial“ nutzen und aktiv auf den Nutzer zugehen: Autostart-Funktion und eine eigene Bedienungs-Oberfläche mit Inhalts- und Funktionsübersicht sind ein Muss, wenn man den Benutzer nicht sich selbst überlassen will. Mit dem Verfassen von langen Anleitungs-Texten in einer Lies-mich-Datei ist es nicht getan.
3. Keine Überprüfung der technischen Kompatibilität
Schnell sind heutzutage - auch vom Laien - Daten am eigenen Rechner auf CD gebrannt und vervielfältigt. Aber: Können die Datenträger auch von anderen oder älteren Rechnern gelesen werden? Sind die Daten tatsächlich fehler- und auch virenfrei abgelegt? Jede professionelle CD-/DVD-Produktion sollte mit den gängigen Betriebssystemen und Rechner-Typen auf ihre Lauf- und Funktionsfähigkeit hin getestet werden. Die Prüfverfahren sollten natürlich vor der Vervielfältigung stattfinden. Diese Aufgaben kann man auch an spezialisierte Medienproduktions-Dienstleister auslagern. Um einen wirksamen Copyschutz zu installieren, muss man ohnehin Profis ranlassen, die über das entsprechende technische Know-How verfügen und das optimale Kopierschutzsystem auswählen.
4. Verwendung von Klebe-Etiketten statt Aufdruck
In jedem Kaufhaus gibt es sie mittlerweile: CD-Klebeetiketten und CD-Labeller für die „professionelle“ Gestaltung von CDs und DVDs. Was auf den ersten Blick super-praktisch aussieht, bringt im Einsatz nachher oft Probleme mit sich: Der Klebstoff des Etiketts verträgt sich nicht immer mit dem Plastik der CD/DVD, die CD/DVD kann sich unter der Spannung des Aufklebers wölben, die Etiketten können sich lösen und im Laufwerk hängen bleiben. Von den optischen Einbußen durch unsauberes Aufkleben und den zusätzlichen Anschaffungskosten einmal ganz abgesehen. Besser ist es, direkt auf die Oberfläche speziell vorbereiteter Rohlinge zu drucken oder drucken zu lassen. Das kann sich bei einem Medienproduktions-Dienstleister auch für kleine Auflagen rechnen. Wird die Oberfläche dann noch mit einer Folienveredelung überzogen, ist der Unterschied zu einem Label, dass bei Großauflagen im Siebdruck hergestellt wird, kaum mehr festzustellen.
5. "Unsachgemäße" Verpackung
Oft kommen "teure" Daten billig daher, im einfachsten Standard-Jewelcase mit selbst gemachtem Booklet. Das macht Kunden stutzig und lässt sie am Geldwert des Inhalts zweifeln. Die Verpackung einer CD/DVD sollte daher unbedingt zur Wertigkeit des Inhalts passen. Schon für wenig mehr Geld sind Verpackungen zu haben, die sich von der Masse abheben und den innen liegenden Datenträger angemessen (re)präsentieren - oder sogar aufwerten.
