Film- und Computerspielindustrie treibende Kräfte für Blu-ray und HD-DVD
Die neuen Standards Blu-ray und HD-DVD werden künftig hauptsächlich als Speichermedien für Spielfilme und Computerspiele eingesetzt. Dies ist zumindest das Resultat einer Umfrage des Dupliziergeräte-Herstellers Primera Technology unter hundert Branchenexperten. Für 84 Prozent der Befragten liegt auf Platz 1 die Verwendung der neuen DVD-Standards als Medium zur Aufnahme und Wiedergabe von Spielfilmen. 82 Prozent sind der Ansicht, dass Blu-ray und HD-DVD auch für Computerspiele bestens geeignet sind. "Während die Verwendung für die Aufnahme und Wiedergabe von Spielfilmen keine Überraschung ist, stellen wir in der letzten Zeit gerade in der Gaming-Community eine stark steigende Nachfrage fest", teilt Primera-Geschäftsführer Andreas Hoffmann mit. "Da Microsoft die Xbox 360 mit HD-DVD- und Sony die Playstation 3 mit Blu-ray-Laufwerken ausstattet, sind die Entwickler gezwungen, die Spiele für die Konsolen auf die neuen Standard-Medien zu übertragen."
DVD-Nachfolger auch für Datensicherung geeignet
Auf Rang 3 folgt die Verwendung als Speichermedium für Musik – das sehen zumindest 69 Prozent der befragten Branchenkenner so. Betreffen die erstplatzierten Verwendungsarten Verbraucherthemen, findet sich auf Platz vier ein ganz anderer Aspekt. Für zwei Drittel der Fachleute werden die DVD-Nachfolger künftig auch zur Sicherung von wichtigen Daten in Unternehmen eingesetzt. "Für diesen Zweck sind die neuen Formate ideal geeignet. Auf eine doppelschichtige Blu-ray Disc passen fünfzig Gigabyte an Daten (Dual Layer), auf eine doppelschichtige HD-DVD immerhin noch dreißig Gigabyte", so Hoffmann. "Dazu kommt die sehr lange Haltbarkeitszeit der Medien von über fünfzig Jahren. Damit sind Unternehmen in der Lage, der in vielen Gesetzen und Richtlinien geforderten Vorhaltung von Daten über einen langen Zeitraum Rechnung zu tragen." Dabei ergibt sich ein enormes Einsparpotenzial, da Unternehmen große Mengen an Daten äußerst Platz sparend selbst sichern und vorhalten können und diese Aufgaben nicht mehr an einen externen Dienstleister auslagern müssen.
