FAZ-Technikredaktion testet HD-DVD-Player von Toshiba
Über Handhabung und Wiedergabequalität des ersten in Europa verfügbaren Wohnzimmer-Players für das DVD-Nachfolgeformat HD DVD hat die FAZ in ihrer Ausgabe vom 23. Januar berichtet.
Fazit der Tester des HD-E1 von Toshiba: Die alltägliche Handhabung des Geräts fordere etwas mehr „Frustrationstoleranz“ als ein DVD-Spieler, die Wiedergabe von hochauflösenden Filmen sei aber „atemberaubend“.
Mit seinem Innenleben gleiche der Toshiba eher einem Computer als einem Stück Unterhaltungselektronik, so das Blatt. Der Lüfter sei zwar leise, aber doch vernehmlich, und eine über 40 Sekunden dauernde Software-Ladezeit nach dem Einschalten würde diesen Eindruck verstärken.
Die vielen Varianten der analogen und digitalen Signalausgaben verlangten, ebenso wie die Kontaktaufnahme zum Internet, etliche teilweise komplizierte Voreinstellungen. Dabei seien die übersichtlich gestalteten Bildschirm-Menüs und die Bedienungsanleitung jedoch eine gute Hilfe.
Auch die Kompatibilität des Gerätes mit selbst bespielten Medien sei nicht zufrieden stellend, so die FAZ. Zwar könne der Toshiba praktisch alle DVD- und CD-Varianten lesen, spiele aber keine Foto-Sammlungen oder MP3-Musik ab. Die Wiedergabe von hochauflösenden Filmen erfolge aber mit einer Feinzeichnung und Klarheit, die jedes Video „alt aussehen lässt“.
Der „nicht ganz bierernst“ gemeinte Tipp der FAZ-Technilredaktion im Hinblick auf die Dauer-Systemfrage HD DVD oder Blu-ray lautet: Einfach in den günstigen Toshiba investieren und die Differenz zu den teureren Blu-ray-Geräten demnächst für eine Playstation 3 ausgeben. Dann habe man neben der HD-DVD-Maschine gleich noch ein Blu-ray-Laufwerk im Hause.
