Mittwoch, 21. Februar 07

Erstmals mehr als 100 Millionen DVDs in einem Jahr verkauft

Die Attraktivität der DVD ist ungebrochen. Nach Angaben der GfK Panel Services Deutschland GmbH und des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien e.V. (BVV) hat die Anzahl der in Deutschland verkauften DVDs in 2006 erstmalig die 100 Mio. Schwelle durchbrochen. Im Vorjahr gingen insgesamt 100,7 Mio. Silberscheiben (98,7 Mio. in 2005) über die Ladentheken. Mit 37,7 Mio. Discs im vierten Quartal 2006 (34,6 Mio. in 2005) und allein 18,6 Mio. verkauften Silberscheiben im Dezember (16,8 Mio. in 2005) des vergangenen Jahres wurden ebenfalls neue Bestmarken erreicht.

 

Der Branchenumsatz aus dem Verkauf der Bildtonträger ist mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 1.307 Mio. Euro im Vergleich zu 2006 (1.366 Mio. Euro) um 4 Prozent gesunken, was auch auf die preisaggressive Vermarktung neu veröffentlichter Top-Titel zurückzuführen ist.

 

Nach 13,39 Euro in 2005 ist der Preis einer Disc in 2006 um 4 Prozent auf durchschnittlich 12,86 Euro gesunken. Die drei erfolgreichsten DVD-Veröffentlichungen haben in 2006 mit den Titeln „Harry Potter und der Feuerkelch“ auf dem ersten Platz, „Ice Age 2 - Jetzt taut’s“ und „Fluch der Karibik II“ auf den Folgerängen ihren Siegeszug aus dem Kino fortgesetzt.

 

Geschäft der Videotheken rückläufig

 

Die Videotheken hatten im vergangenen Jahr besonders unter Fußball-WM und Super-Sommer zu leiden. Mit einem Ergebnis von 284 Mio. Euro lag der Branchenumsatz um 11 Prozent unter dem Verleihmarktergebnis des Vorjahres. Nach 124 Mio. Vermietvorgängen in 2005, wurde mit 112 Mio. Transaktionen in 2006 ein historischer Tiefststand erreicht. Die drei beliebtesten Titel des Verleihhandels waren im vergangenen Jahr „Mr. & Mrs. Smith“ an erster sowie „Flightplan“ an zweiter Position und „Die Insel“ auf dem dritten Rang.

 

Der Gesamtmarktumsatz der Home-Entertainment-Branche aus Verkauf (1.307 Mio. Euro) und Verleih (284 Mio. Euro) der Bildtonträger lag in 2006 somit bei 1.591 Mio. Euro. Der Videobranchenumsatz übertrifft damit das Kinoeinspielergebnis des gleichen Jahres in Höhe von 814 Mio. Euro (laut deutscher Filmförderungsanstalt, FFA) nahezu um das Doppelte.

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