Freitag, 04. Juli 08

DVDs mit 42 Gigabyte Kapazität möglich

(pte) - Materialwissenschaftler der japanischen Tohoku University haben eine Methode entwickelt, mit der die Aufnahmekapazität optischer Speichermedien deutlich gesteigert werden kann. Die Forscher setzen dabei auf die Verwendung von V-förmigen statt flachen Vertiefungen für die Datenspuren, denn an den Seiten der V-förmigen Vertiefungen können mehr Informationsbits gespeichert werden. Das ermöglicht eine neunmal höhere Bitdichte als bei derzeitigen CDs und DVDs, was für letztere rund 42 Gigabyte (GB) Kapazität bedeuten würde. Das Auslesen der gespeicherten Daten erfolgt den Wissenschaftlern zufolge mithilfe von zirkular polarisiertem Licht. Das Verfahren könne sowohl bei CDs als auch bei DVDs angewendet werden.

 

Ein weiterer Vorteil: Praktisch könne das gleiche einfache Massenfertigungsverfahren genutzt werden wie bei der aktuellen CD- und DVD-Generation. Das sei bei anderen Ansätzen für eine weitere Steigerung der Speicherkapazität wie der holografischen Datenspeicherung oder Multilayer-Disks nicht der Fall. Ob die Super-DVDs allerdings den Markt erreichen werden, ist fraglich. Vorläufig ist die Entwicklung Inhalt einer Forschungsarbeit der Materialwissenschaftler Toshihide Tsuru und Masaki Yamamoto, die im Journal Optical Express veröffentlicht wurde.

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