Freitag, 23. Juni 06

DVD-Erbfolgekrieg: Universal-Player-Lösung in Sicht

 Foto: Verbatim

(pte) - Beim DVD-Erbfolgekrieg zwischen den Blu-ray- und HD-DVD-Verfechtern zeichnet sich eine konsumentenfreundliche Lösung ab. Nachdem bereits LG angekündigt hatte, beide Formate - wenngleich im Moment noch mit getrennten Geräten - unterstützen zu wollen, zeigt sich nun erstmals auch Blu-ray-Verfechter Samsung kompromissbereit. Zwar wolle man keinen reinen HD-DVD-Player herstellen, denke aber sehr wohl über einen Universal-Player nach, der beide Formate unterstützt, so der Samsung-Manager Kim Du-Hyon während einer Presseveranstaltung im koreanischen Hauptquartier.

 

"Derzeit bereiten wir die technische Unterstützung des HD-DVD-Formats vor. Sollte das Universalgerät kommen, wird das frühestens Ende 2006 oder Anfang 2007 der Fall sein", so Du-Hyon. Der Samsung-Vertreter machte gleichzeitig jedoch unmissverständlich klar, dass Samsung weiterhin davon überzeugt sei, dass Blu-ray den Formatkrieg gewinnen werde. Ein Player, der beide Formate spielen könne, sei daher auch nur für den Fall eingeplant, dass HD- DVD sich sehr rasch auf dem Markt etabliere.

 

Der Einblick in Samsungs Entwicklungszentrum zeugt ungeachtet der offiziellen Beteuerungen aller Beteiligten von der Nervosität der Branche. Während die HD-DVD-Sektion nach einem etwas holprigen Start seit Mitte April dieses Jahres zumindest geräte- und filmtechnisch auf dem Markt vertreten ist, kämpft die Blu-ray-Konkurrenz weiterhin mit Problemen. Zwar steht der Markteintritt des ersten Blu-ray-Players von Samsung unmittelbar bevor, Blu-ray-Entwickler Sony musste den ersten eigenen Player, wie heute, Donnerstag, bekannt wurde, allerdings erneut verschieben - auf voraussichtlich Ende Oktober 2006.

 

Abzuwarten bleibt freilich, wie sich der Marktauftritt der Blu-ray-fähigen Playstation 3 sowie Microsofts Ankündigung eines HD-DVD-Laufwerks für die Xbox 360 auf den weiteren Verlauf des Formatkriegs auswirken wird. Wesentlichen Anteil am Erfolg des einen oder anderen Formates dürfte neben Player- und Disc-Verkäufen vor allem aber auch die Integration entsprechender Laufwerke in Computern und Notebooks werden. Auch hier zeichnet sich weiterhin keine eindeutige Tendenz ab.

 

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