Drei Viertel aller Internetnutzer schauen Videos online
Videoportale haben endgültig den Massenmarkt erreicht. Fast drei Viertel der deutschen Internetnutzer (71 Prozent) schauen sich bereits Filme direkt online an. Populär sind vor allem selbst gedrehte Privat-Clips, aber auch TV- und Kinoproduktionen. Im Vergleich zu anderen Nationen liegt Deutschland bei der Nutzung allerdings leicht zurück. So gucken beispielsweise 83 Prozent der britischen Webnutzer Videos im Internet, in Frankreich liegt die Quote bei 80 Prozent. Beide Länder schlagen die USA (75 Prozent), wo einst die ersten Videoportale online gegangen waren. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit. Grundlage für die Angaben ist eine exklusive Erhebung des Marktforschungsunternehmens Comscore für den BITKOM. „Videoportale gehören für Internetnutzer inzwischen genauso zum Alltag wie die Online-Suche oder das Online-Shopping. Zu dieser Entwicklung hat vor allem die Verbreitung schneller Internetanschlüsse beigetragen“, sagte Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM.
Spätestens 2008 wird der Anteil der deutschen Haushalte mit schnellem Onlinezugang die Marke von 50 Prozent erreichen. Das ermöglicht noch mehr Nutzern das Anschauen von Videos im Internet. Bereits in den vergangenen drei Jahren hat sich die Zahl der Breitbandanschlüsse hier zu Lande verdreifacht. Anfang 2007 verfügten 37 Prozent der Haushalte über einen schnellen Zugang, Anfang 2004 waren es erst 12 Prozent.
Zur Methodik: Die Angaben zur Nutzung von Online-Videos berücksichtigt sämtliche Formen des Streamings. Nicht eingeschlossen sind klassische Downloads. Die Daten beziehen sich auf alle Internetnutzer ab 15 Jahren

