Donnerstag, 03. August 06

Download-and-Burn: CSS-Verschlüsselungsstandard soll Brennen auf DVDs absichern

Von: 3.8.2006

(pte) - Hollywood-Studios und Technikunternehmen wollen nun das Brennen von legal aus dem Internet geladener Filme mit dem CSS-Verschlüsselungsstandard für DVDs absichern. Das Content Scrambling System (CSS) soll die problemlose Nutzung der selbst gebrannten DVDs auf allen Abspielgeräten gewährleisten, berichtet das Branchenportal Video Business.

 

Eigentlich hätten die Hollywoodstudios auf höhere Sicherheitsfunktionen in den Download-and-Burn-Diensten gesetzt als sie CSS bietet, doch die Entwicklung eines konkreten Verfahrens hätte vermutlich noch Monate oder Jahre gedauert. Den Anbietern vieler Film-Download-Dienste war es aber wichtig, so bald als möglich ihren Kunden das Brennen der entstandenen Videos auf DVD zu ermöglichen.

 

Katrin Brunner, Geschäftsführerin von in2movies betont, dass es besonders wichtig sei, Filme auf DVDs zu brennen und auf handelsüblichen DVD-Playern abspielen zu können. "Beim Brennen der Filme auf DVD ist zu bedenken, dass die Filme jeweils in das DVD-Format umgewandelt werden müssen, was Qualitätseinbußen mit sich bringt", so Brunner im Gespräch mit der Nachrichtenagentur pressetext. Darüber hinaus würde bei in2Movies auch an anderen Wegen gearbeitet, Download-Filme einfach auf dem TV-Gerät ansehen zu können. "Wir arbeiten beispielsweise mit Intel daran, die Filme ohne den Umweg über den DVD-Player auf den Fernseher zu bekommen. Dies kann schon heute über eine Funkverbindung realisiert werden", so Brunner im pressetext-Interview.

 

Der kommerzielle Start von Download-and-Burn-Angeboten dürfte noch einige Monate auf sich warten lassen. So muss das Verfahren noch von der DVD Copy Control Association und dem DVD-Forum abgesegnet werden. Bis dahin baut die Branche darauf, dass etwa der rechtliche Schutz technischer Kopierschutzverfahren Nutzer vom illegalen Brennen abhält.

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