Die Zukunft ist eine Scheibe: Holo-Discs sind die optischen Datenspeicher der vierten Generation
Technisch gesehen sind die Blu-ray-Disc und die HD DVD schon überholt. Wie die Wirtschaftswoche in ihrer gestrigen Ausgabe ausführlich berichtet, stehen die ersten holografischen Speicher kurz vor der Serienreife. Die Plastikscheiben sind so groß wie normale DVDs, haben aber eine 60-mal höhere Speicherkapazität und lassen sich zehnmal schneller beschreiben, so das Magazin. Die Daten werden dabei nicht Bit für Bit auf der Oberfläche sondern in dreidimensionalen Mustern gespeichert.
Kosten sollen die neuen Scheiben nicht mehr als heutige DVD-Rohlinge, was den Preis pro Megabyte Speicherplatz erheblich verbilligen wird. Holo-Discs lassen sich aber nur einmal beschreiben. Die ersten Laufwerke für Scheiben mit einer Kapazität von 200-300 Gigabyte sollen bereits im Sommer nächsten Jahres auf den Markt kommen. Bis 2009 werden Speichervolumina von bis zu 1,6 Terabyte möglich sein (ein Terabyte sind 1000 Gigabyte), das entspricht 780 Millionen DIN-A4-Seien Text. Die Hersteller prognostizieren, dass die Holo-Disc die DVD ablösen wird.
Anfang 2005 ist die HVD-Alliance gegründet worden, ein Zusammenschluss von Industrieunternehmen rund um das japanische Unternehmen Optware. Auf der Webseite des Konsortiums findet man weiterführende Informationen zur Holographic Versatile Disc (HVD) aus erster Hand.
