Dienstag, 17. April 07

Den Videotheken laufen die Kunden davon

Innerhalb von vier Jahren hat der Videovermietmarkt fünf Mio. Kunden (36 Prozent) verloren. Nur noch 9,7 Mio. Kunden haben sich 2006 einen Bildtonträger in einer Videothek ausgeliehen. Die Anzahl der Verleihvorgänge sank mit 112 Mio. Transaktionen auf einen neuen Tiefstand. Das geht aus dem Report zum Home-Entertainment-Markt 2006 des Bundesverbands Audiovisuelle Medien (BVV-Medien) hervor. Kleiner Trost: Die Branche hat in erster Linie die nicht so leihintensiven Kunden verloren. Die Heavy User und treuen Videothekenkunden (mindestens 16 Verleihvorgängen pro Jahr) sind mit 13 Prozent für 56 Prozent des Verleihumsatzes verantwortlich. Das Durchschnittsalter der Videoleihkunden ist in 2006 auf durchschnittlich 31,4 Jahren (nach 31,0 Jahre in 2005) weiter angestiegen.

 

Automatenverleih trotzt dem negativen Branchentrend

 

Wie der Verband weiter mitteilt, konnte der Automatenverleih gegen den allgemeinen Trend der Branche für 2006 einen Zuwachs um 600.000 Verleihvorgänge verzeichnen. Ende 2006 gab es wie im Jahr zuvor rund 4.300 Videotheken in Deutschland, mit etwa 1.100 angegliederten so genannten Automatenverleihgeschäften. Die Anzahl der Automatenvideotheken ist damit im vergangenen Jahr um 200 gestiegen.

 

DVD-Leihe als preisgünstiges Freizeitvergnügen

 

Mit durchschnittlich 2,55 Euro für einen Film ist das Ausleihen einer DVD nach wie vor ein ausgesprochen preiswertes Freizeitvergnügen, meint der BVV-Medien.  Noch günstiger ist der Preis beim Automatenverleih mit durchschnittlich 1,91 Euro pro Transaktion. Demgegenüber ist der meist auf monatlicher „Flatrate“ basierende Online-Verleih mit im Schnitt 3,45 Euro am teuersten. 

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