Montag, 14. Mai 07

Datenverlust-Studie: Hardware-Schäden nehmen zu

Nahezu 60 Prozent aller Fälle von Datenverlust gehen mittlerweile auf Hardware-bedingte Probleme zurück. Im Jahr 2002 lag dieser Wert noch bei 44 Prozent. Die von der Böblinger  Datenrettungs-Firma Kroll Ontrack aktuell vorgelegte Studie mit Daten für das Jahr 2006 nennt als einen Grund, dass alte Datenträger zu lange im Betrieb bleiben würden und es daher durch Verschleiß zu folgenschweren Schäden komme. Das gelte insbesondere für Magnetbänder. Aber auch der in kleinen Unternehmen immer bedeutendere Trend, sich bei der Datensicherung auf externe Festplatten zu verlassen, spiele eine Rolle. Datenrettung geschehe hier oft ohne doppelten Boden.

 

Auch der Fortschritt in der Speichertechnologie und -kapazität von PC- und Notebook-Festplatten und die immer größere Datendichte machten moderne Datenträger anfällig für Fehlfunktionen. Die heutige Speicher-Hardware erfordere eine wesentlich höhere mechanische Genauigkeit, um auf gleichem Raum ein Vielfaches an Daten unterzubringen. Somit steige auch die Wahrscheinlichkeit, dass trotz aufwändiger Qualitätsmaßnahmen ein Hardwarefehler auftrete. Aufgrund der hohen Informationsdichte auf engsten Raum seien die Auswirkungen eines Datenverlusts heute oft gravierender als früher, stellt die Studie fest.

 

Eine wichtige Rolle spiele dabei auch der zunehmende Notebookanteil am Rechnermarkt. Notebooks seien durch mobile Arbeitssituationen einem höheren Schadensrisiko ausgesetzt: Oft seien sie nicht automatisch in die zentrale Backupstrategie eingebunden. Zudem komme es häufig zu Schäden der Hardware, etwa durch Herunterfallen oder Erschütterungen beim Transport.

 

Bedienungsfehler sind dagegen laut Studie in den letzten Jahren leicht rückläufig. 2002 waren die Benutzer noch für 32 Prozent, also fast ein Drittel aller Datenverlustfälle selbst verantwortlich. 2006 lag dieser Wert mit 26 Prozent bereits deutlich niedriger. Ebenfalls zurückgegangen sind Datenverluste durch Viren und korrupte Software. Die Zahlen aus dem Jahr 2006 beziehen sich auf weltweit über 50.000 Datenrettungen.

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