Donnerstag, 08. November 07

Computerspiele überholen Musik

Für Video- und Computerspiele werden die Deutschen im laufenden Jahr voraussichtlich rund 1,7 Milliarden Euro ausgeben und damit erstmals mehr als für Musik (gut 1,6 Milliarden Euro). Dies prognostiziert die  Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in ihrem "German Entertainment and Media Outlook: 2007-2011".

 

Der Musikmarkt ist laut Studie das einzige Segment der Unterhaltungsindustrie, das in den kommenden fünf Jahren schrumpfen wird. Zwar würden die Musik-Downloads stetig steigen, sie könnten aber die Einbußen bei CDs und Musik-DVDs nicht ausgleichen. Für den Zeitraum von 2007 bis 2011 werde daher ein Erlösrückgang um durchschnittlich zwei Prozent auf gut 1,5 Milliarden Euro erwartet.

 

Die DVD profitiere zwar von der Einführung hochauflösender Technik, gleichzeitig verunsichere der Formatstreit zwischen Anbietern von HD- und Blu-ray-DVD jedoch die Käufer. Der Verkaufsumsatz dürfte bis 2011 um 2,5 Prozent pro Jahr auf knapp 1,5 Milliarden Euro steigen, schätzt PwC.

 

Für die Filmbranche, die in den vergangenen Jahren ebenfalls unter der starken Konkurrenz durch das Internet und der Verbreitung von Raubkopien gelitten hat, erwartet PwC in den kommenden Jahren einen moderaten Anstieg um durchschnittlich 2,3 Prozent. Das Kino erlebe nicht zuletzt dank der wachsenden Zahl deutscher Filmproduktionen eine Renaissance. Der Kassenumsatz steigt der Studie zufolge bis 2011 um durchschnittlich 4,2 Prozent auf über eine Milliarde Euro.

Share |
Seite drucken