China fehlen Millionen Arbeiter für Weihnachtsgeschäft
Die Massenkündigungen zu Jahresbeginn stellen sich als Bumerang für viele chinesische Fabriken heraus: Sie können die Weihnachtsbestellungen nicht rechtzeitig erledigen, da vor allem Wanderarbeiter fehlen. Drei Monate vor Weihnachten habe eine Flut von Bestellungen in Chinas Firmen zu einem massiven Mangel an Arbeitskräften geführt. Da wegen der Wirtschaftskrise zuvor sehr viele Arbeiter gekündigt worden wären, könne das starke Auftragsplus nun nicht mehr schnell genug aufgefangen werden.
Zu Jahresanfang hätten rund 20 Millionen chinesische Wanderarbeiter wegen der Wirtschaftskrise ihren Job verloren, weil die Bestellungen aus Europa und den Vereinigten Staaten eingebrochen waren. Nun stiegen wie vor Weihnachten üblich die Bestellungen für Spielzeug, Unterhaltungselektronik oder Kleidung und die Firmen suchten vergeblich nach den Arbeitern, die meist in ihre Heimat zurückgekehrt seien. Die inneren Provinzen des Landes würden vom Konjunkturprogramm und von einer stärkeren lokalen Wirtschaft profitieren. Es sei deshalb für viele Menschen aus dem Landesinneren weniger attraktiv, tausende Kilometer weit für die Arbeit zu reisen.
VFI

